<?xml version="1.0"?>
<oembed><version>1.0</version><provider_name/><provider_url>https://dresdner-pappe.de/en</provider_url><author_name>Volker_Lechler</author_name><author_url>https://dresdner-pappe.de/en/author/volker_lechler</author_url><title>Cotillon - Touren -</title><type>rich</type><width>600</width><height>338</height><html>&lt;blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="LRpl6DKhlu"&gt;&lt;a href="https://dresdner-pappe.de/en/cotillon-touren"&gt;Cotillon &#x2013; Touren&lt;/a&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;iframe sandbox="allow-scripts" security="restricted" src="https://dresdner-pappe.de/en/cotillon-touren/embed#?secret=LRpl6DKhlu" width="600" height="338" title="&#x201C;Cotillon &#x2013; Touren&#x201D; &#x2014; " data-secret="LRpl6DKhlu" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no" class="wp-embedded-content"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;script&gt;
/*! This file is auto-generated */
!function(d,l){"use strict";l.querySelector&amp;&amp;d.addEventListener&amp;&amp;"undefined"!=typeof URL&amp;&amp;(d.wp=d.wp||{},d.wp.receiveEmbedMessage||(d.wp.receiveEmbedMessage=function(e){var t=e.data;if((t||t.secret||t.message||t.value)&amp;&amp;!/[^a-zA-Z0-9]/.test(t.secret)){for(var s,r,n,a=l.querySelectorAll('iframe[data-secret="'+t.secret+'"]'),o=l.querySelectorAll('blockquote[data-secret="'+t.secret+'"]'),c=new RegExp("^https?:$","i"),i=0;i&lt;o.length;i++)o[i].style.display="none";for(i=0;i&lt;a.length;i++)s=a[i],e.source===s.contentWindow&amp;&amp;(s.removeAttribute("style"),"height"===t.message?(1e3&lt;(r=parseInt(t.value,10))?r=1e3:~~r&lt;200&amp;&amp;(r=200),s.height=r):"link"===t.message&amp;&amp;(r=new URL(s.getAttribute("src")),n=new URL(t.value),c.test(n.protocol))&amp;&amp;n.host===r.host&amp;&amp;l.activeElement===s&amp;&amp;(d.top.location.href=t.value))}},d.addEventListener("message",d.wp.receiveEmbedMessage,!1),l.addEventListener("DOMContentLoaded",function(){for(var e,t,s=l.querySelectorAll("iframe.wp-embedded-content"),r=0;r&lt;s.length;r++)(t=(e=s[r]).getAttribute("data-secret"))||(t=Math.random().toString(36).substring(2,12),e.src+="#?secret="+t,e.setAttribute("data-secret",t)),e.contentWindow.postMessage({message:"ready",secret:t},"*")},!1)))}(window,document);
//# sourceURL=https://dresdner-pappe.de/wp-includes/js/wp-embed.min.js
&lt;/script&gt;</html><description>Cotillon &#x2013; Touren Im 19. Jahrhundert waren Tanzb&#xE4;lle ein beliebtes gesellschaftliches Ereignis. Im Laufe der j&#xE4;hrlichen Ballsaison, die meist im Herbst begann und bis zum Fr&#xFC;hling andauerte, wurden zahlreiche Tanzveranstaltungen organisiert. Der Cotillon als Tanz wurde dabei immer mehr zum H&#xF6;hepunkt einer jeder Tanzgesellschaft. Das lag vor allem daran, dass er f&#xFC;r die T&#xE4;nzer und T&#xE4;nzerinnen unterhaltsam gestaltet wurde. Die Vort&#xE4;nzer pr&#xE4;sentierten ihren G&#xE4;sten aus verschiedenen Tanzfiguren sogenannte Cotillon-Touren, die es nachzutanzen galt. Das Ganze sollte dabei mit viel Spa&#xDF; und Unbeschwertheit vonstattengehen. Gel&#xE4;chter und kleine Neckereien unter den Anwesenden waren geradezu gewollt. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Touren als &#x201E;h&#xF6;chst ulkig&#x201C;, &#x201E;h&#xF6;chst effektvoll&#x201C;, &#x201E;h&#xF6;chst originell&#x201C;, &#x201E;heiteres fideles Gepr&#xE4;ge&#x201C;, &#x201E;brillanter Effekt&#x201C;, &#x201E;sehr komisch&#x201C;, &#x201E;grossartiger Effekt&#x201C;, &#x201E;sehr lebendige Tour&#x201C;, &#x201E;unterhaltend und spa&#xDF;haft&#x201C;, &#x201E;erheiternd&#x201C;, &#x201E;interessant und komisch&#x201C; beschrieben wurden. Requisiten f&#xFC;r Cotillon-Touren &#x201A;F&#xFC;&#xDF;e&#x2018; aus Karton, die die M&#xE4;nner spa&#xDF;eshalber beim Tanzen &#xFC;ber die Schuhe ziehen mussten. Ungef&#xE4;hr im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts begannen erste Hersteller damit, f&#xFC;r die Cotillon-Touren eigene dazugeh&#xF6;rige Requisiten zu entwickeln. Die bei den Touren verwendeten Gegenst&#xE4;nde konnten im Anschluss von den Teilnehmern behalten werden. Sie erg&#xE4;nzten damit eine seit Mitte des 19. Jahrhunderts in Mode gekommene Tradition, dass die Veranstalter den Besucherinnen kleine Erinnerungsgeschenke an den jeweiligen Ball machten. Um es den Veranstaltern der B&#xE4;lle leichter zu machen, boten Hersteller fix und fertig konzipierte Cotillon-Touren mit dazugeh&#xF6;rigen Anweisungen, Dekorationen, Masken und Kost&#xFC;men zum Kauf an. Dresdner Pappe im Rahmen von Cotillon-Touren Sie fragen sich nun vielleicht, was Cotillon-Touren eigentlich mit Dresdner Pappe zu tun haben. Um diese Frage beantworten zu k&#xF6;nnen, m&#xF6;chte ich anhand eines Beispiels erkl&#xE4;ren, wie Cotillon-Touren funktionierten. Das von mir ausgew&#xE4;hlte Beispiel wurde im Jahr 1888 von der Erfurter Firma N. L. Chrestensen angeboten. Das Besondere daran war, dass Schwalben aus Dresdner Pappe dabei Verwendung fanden. Die Tour f&#xFC;r sechs Tanzpaare hatte den Namen &#x201A;Wenn die Schwalben heimw&#xE4;rts zieh&#x2019;n&#x2018;. Die zuvor aus den G&#xE4;sten ausgew&#xE4;hlten Damen erhielten &#x201E;6 feine Schwalben-Attrappen, die Herren Kopfbedeckungen, Mauerkronen darstellend.&#x201C;[i] Jede Schwalbe hatte ein B&#xE4;ndchen mit den Namen einer Stadt in Afrika (wie Tunis, Algier oder Kairo) um den Hals. Die Herren setzten dann die ihnen ausgeh&#xE4;ndigten M&#xFC;tzen auf, auf dem jeweils ein passender St&#xE4;dtename vermerkt war. Die Paare, deren St&#xE4;dtenamen &#xFC;bereinstimmten, tanzten zusammen. Seite aus dem im Jahr 1888 herausgegebenen Katalog der Firma Chrestensen Am Beispiel der auf dem Blatt abgebildeten Touren kann man gut erkennen, dass bei den Inszenierungen der anderen Touren ebenfalls Attrappen (Tabakspfeifen, kleine Flaschen, Gold- und Silberfische) verwendet wurden. Die auf der Illustration beschriebenen Touren geh&#xF6;rten noch zu den sehr kurzen Cotillon-Touren. Diese wurden im Laufe der Zeit immer ausgekl&#xFC;gelter, man kann fast sagen, sie wurden regelrecht inszeniert. Die umfangreichen Cotillon-Touren mit Dutzenden von Paaren glichen fast kleinen Theaterauff&#xFC;hrungen. Beliebt waren auch Touren, bei denen die Teilnehmer sich mitunter grotesk verkleiden mussten. Neben den fertig zu kaufenden Cotillon-Touren boten die Hersteller in ihren Katalogen auch separat die unterschiedlichsten Gegenst&#xE4;nde an, damit die Veranstalter selbst daraus eigene Inszenierung kreieren oder sie einfach den Feiernden als kleine Erinnerungsgeschenke offerieren konnten. Die Cotillon-Geschenke wurden von den G&#xE4;sten gerne mit nach Hause genommen, um sie an einen gelungenen und ausgelassenen Ball zu erinnern. Sicherlich trug auch die Erinnerungen an so manchen Tanzpartner dazu bei, dass die Geschenke, wie die Attrappen oder Cotillon-Orden, behalten wurden. Werbung der Firma Chrestensen aus dem Jahr 1880/81. Hersteller f&#xFC;r Cotillon Requisiten Die Zahl der Hersteller, die Gegenst&#xE4;nde f&#xFC;r den Cotillon oder als allgemeine Ballgeschenke anfertigten, wuchs im Laufe der Zeit stetig an. Eine der gr&#xF6;&#xDF;ten diesbez&#xFC;glichen Firmen war, nach eigenen Angaben, die Firma Gelbke &amp; Benedictus in Dresden. Im Jahr 1912 gab es in Deutschland rund 100 und in &#xD6;sterreich 13&#xA0;Firmen, die sich auf die Herstellung von Cotillon-Touren und -Gegenst&#xE4;nden spezialisiert hatten. F&#xFC;r die meisten Firmen war die Produktion von Cotillon-Gegenst&#xE4;nden nur ein Bestandteil ihrer gro&#xDF;en Produktpalette. Sie stellten unter anderem auch Attrappen, Karnevals-Gegenst&#xE4;nde und -Kost&#xFC;me, Knallbonbons mit diversen Einlagen, Kopfbedeckungen aller Art, Masken, Papierlaternen, Saaldekorationen, Sch&#xE4;rpen, Tischkarten und vieles mehr her. Die Produzenten versuchten, mit immer ausgefalleneren St&#xFC;cken auf ihr Angebot aufmerksam zu machen. Das bezog sich nicht nur auf die Gegenst&#xE4;nde f&#xFC;r den Cotillon selbst, sondern auch auf deren Pr&#xE4;sentation. Die Dresdner Firma Neumann &amp; Co. bot zum Beispiel gro&#xDF;e &#x201A;Decorations-Pracht-St&#xFC;cke&#x2018; wie Tafeln, Schiffe oder Elefanten zum Ausleihen an. Zwei Dekorations-Prachtobjekte von Neumann &amp; Co. f&#xFC;r den Cotillon aus dem Jahr 1888/89. Die Gegenst&#xE4;nde waren teilweise bis zu 3 m hoch und 2,5 m breit. Da die St&#xFC;cke gro&#xDF; und sperrig waren, konnte man hilfsweise eine mit dem Aufbau und Bedienung vertraute Person dazu buchen. Auf solchen Objekten wurden dann Papierm&#xFC;tzen, Orden, Attrappen, Knallbonbons, k&#xFC;nstliche Blumen oder andere St&#xFC;cke pr&#xE4;sentiert. Cotillon-Touren unter einem Motto Um 1890 kam bei den Cotillon-Touren die Mode auf, die Tanzb&#xE4;lle unter ein Motto zu stellen. Die Hersteller versuchten, ihre Cotillon-Arrangements schnell den neuen Anforderungen anzupassen. Es wurden extra bemalte und bedruckte Hintergr&#xFC;nde bis zu einer L&#xE4;nge von 9 Metern aus Papier hierf&#xFC;r gefertigt. Die Dekorationen wurden je nach Wunsch der Kunden gestaltet. So wurden die T&#xE4;nzerinnen und T&#xE4;nzer beispielsweise szenisch in die Alpen, ans Meer, auf eine Blumenwiese oder auf einen Kriegsschauplatz versetzt. Die Dekoration, wie Kost&#xFC;me, H&#xFC;te und Miniatur-Attrappen wurden extra hierf&#xFC;r angepasst. Ein Beispiel f&#xFC;r so eine Tour war der &#x201A;Zukunftskrieg&#x2018;. Sie wurde wie folgt zelebriert: &#x201E;Wie sich die Soldaten gegen die Angriffe aus den Luftschiffen sch&#xFC;tzen werden, ist auf den 6 Papiers&#xE4;cken, welche 6 Herren erhalten, in humoristischer Weise dargestellt; 6&#xA0;Damen empfangen kleine Luftschiffe; nachdem das Publikum die neue, hochwichtige Erfindung gen&#xFC;gend bewundert hat, zerrei&#xDF;en die Damen die Papiers&#xE4;cke und tanzen mit dem betreffenden Herren. Die Farben f&#xFC;hren die Paare zusammen&#x201C;. Sehr beliebt waren auch die Zeppelin-Touren, die ebenfalls sehr aufwendig inszeniert wurden. Touren und Dekorationsst&#xFC;cke verschiedener Anbieter um das Jahr 1910. Bei Zeppelin-Touren waren kleine aus Pappe gepr&#xE4;gte Zeppelin-Attrappen oftmals Bestandteil des Ablaufs. Diese Zeppeline, ob in der kleinen oder in der etwas gr&#xF6;&#xDF;eren Variante, werden heute von uns Sammlern zur Dresdner Pappe gez&#xE4;hlt. Ich hoffe, dass durch die wenigen bis jetzt von mir genannten Beispiele ersichtlich wird, dass viele Attrappen aus Pappe, die wir heute zum Dresdner Pappe</description><thumbnail_url>https://dresdner-pappe.de/wp-content/uploads/2022/10/1-Bild-The-Graphic-1897-768x515.png</thumbnail_url></oembed>
