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<oembed><version>1.0</version><provider_name/><provider_url>https://dresdner-pappe.de/en</provider_url><author_name>Volker_Lechler</author_name><author_url>https://dresdner-pappe.de/en/author/volker_lechler</author_url><title>Dresdner Pappe - Geschichte -</title><type>rich</type><width>600</width><height>338</height><html>&lt;blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="srBKvsCaTC"&gt;&lt;a href="https://dresdner-pappe.de/en/dresdner-pappe-geschichte"&gt;Dresdner Pappe &#x2013; Geschichte&lt;/a&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;iframe sandbox="allow-scripts" security="restricted" src="https://dresdner-pappe.de/en/dresdner-pappe-geschichte/embed#?secret=srBKvsCaTC" width="600" height="338" title="&#x201C;Dresdner Pappe &#x2013; Geschichte&#x201D; &#x2014; " data-secret="srBKvsCaTC" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no" class="wp-embedded-content"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;script&gt;
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&lt;/script&gt;</html><description>Dresdner Pappe &#x2013; Geschichte Um die Hintergr&#xFC;nde, die zur Entstehung der Dresdner Pappe f&#xFC;hrten, besser nachvollziehen zu k&#xF6;nnen, muss zuerst ein kurzer Blick in die Geschichte der deutschen Papierindustrie des 19. Jahrhunderts geworfen werden. Produkte aus Papier erlebten damals einen bis dahin noch nie dagewesenen Boom, weshalb selbst Zeitgenossen davon sprachen, sie w&#xFC;rden in einem &#x201A;papiernen Zeitalter&#x2018; leben.[i] Aus unserer heutigen Sicht mag solche eine Aussage etwas verwundern, Papier gab es schon lange, wieso sollte man also von einem &#x201A;papiernen Zeitalter&#x2018; sprechen? Was heute nur noch Wenige wissen: Damals hatte das Papier wirklich einen regelrechten Siegeszug angetreten. Papierindustrie Ausl&#xF6;ser hierf&#xFC;r war unter anderem um 1800 die Erfindung einer Papiermaschine, die endlose Papierrollen herstellen konnte. In Deutschland brauchte es noch einige Jahre, bis um 1820 eine diesbez&#xFC;gliche kleine papierverarbeitende Industrie entstand. Es sollte noch weitere Jahre brauchen, bis das Papier im gro&#xDF;en Stil verarbeitet werden konnte. Gab es 1840 in Deutschland gerade einmal zw&#xF6;lf Maschinen f&#xFC;r die Papierfabrikation, so wuchs die Zahl bis zum Jahr 1870 auf rund 300 an. Den gr&#xF6;&#xDF;ten Aufschwung nahm die Papierverarbeitung nach der Reichsgr&#xFC;ndung (1871), als die deutsche Wirtschaft florierte. Vor allem in den 1880er- und 1890er-Jahren wuchs die Papierverarbeitung nochmals an.[ii] Papier, Karton und Pappe dienten nicht mehr nur dazu, das geschriebene oder gedruckte Wort festzuhalten, sondern es wurde an Stellen eingesetzt, die uns heute befremdlich erscheinen. In dem Bereich der Hartpapierwaren wurden beispielweise Eisenbahnr&#xE4;der, ganze Eisenbahnwagen, Gasleitungen, Schuhsohlen, Sekret&#xE4;re, Uhrengeh&#xE4;use[iii], Vorh&#xE4;nge, Walzen in Satinierwerken oder Zylinder aus geh&#xE4;rteten Papier hergestellt. Auch Dinge des t&#xE4;glichen Lebens wurden aus speziell verarbeitetem Papier produziert. Wer wollte, konnte Bettw&#xE4;sche, Brotk&#xF6;rbe, Eimer, Hemdkragen, Konservendosen, M&#xF6;bel, Regenschirme, Sch&#xFC;sseln, Tabakdosen, Teetassen, Teller, Weink&#xFC;hler, Zuckerdosen und vieles mehr aus geh&#xE4;rtetem Papiermaterial kaufen.[iv] Es war daf&#xFC;r so verarbeitet, dass es schwer brennbar, unzerbrechlich und trotzdem leicht zu verwenden war. Der gr&#xF6;&#xDF;te Vorteil von diesen St&#xFC;cken war jedoch &#x2013; sie waren billig. Luxuspapierindustrie Die erh&#xF6;hte Papierfabrikation und die Vielseitigkeit des Materials lie&#xDF;en eine ganze Reihe an spezialisierten Papierindustrien entstehen. Dazu geh&#xF6;rte zum Beispiel die sogenannte Luxuspapierindustrie. Zu den Erzeugnissen dieser Sparte z&#xE4;hlten neben der Dresdner Pappe farbig dekorierte Aufstellkarten, Ausschneide- und Briefb&#xF6;gen, Cotillon-Gegenst&#xE4;nde, Etiketten, F&#xE4;cher, Gratulationskarten, Lampenschirme, Laternen, Men&#xFC;karten, Oblaten, Papierblumen, Papiertheater, Patenbriefe, Reklamebilder, Servietten, Spiele- und Spielfiguren f&#xFC;r Kinder oder Tanzkarten, um nur einige Produkte zu nennen. Anhand der Beispiele wird deutlich, auch wenn alle die genannten Dinge unter dem Begriff Luxuspapier subsumiert wurden, dass es keine klare Grenzziehung gab, was alles unter Luxuspapier zu verstehen war. Erst wenn man damalige technische Kriterien betrachtet, wie Luxuspapier produziert wurde, wird eine Eingrenzung m&#xF6;glich. In Fachzeitschriften, wie zum Beispiel in der Papier-Zeitung, wurden hierzu vier technische Voraussetzungen beschrieben: &#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0; Farbendruck, Pr&#xE4;gung, Stanzung und Montierung Dabei mussten aber nicht alle Kriterien gleichzeitig erf&#xFC;llt sein. Im Falle der Dresdner Pappe Objekte wurden meist nur drei Punkte erf&#xFC;llt: Die St&#xFC;cke waren gepr&#xE4;gt, ausgestanzt und montiert. Die Luxuspapierindustrie f&#xE4;cherte sich in weitere Zweige auf. Dazu geh&#xF6;rten unter anderem die Papierdekorations-, die Karnevalsartikel- und die Kartonagenindustrie (wobei ich bei der letztgenannten nicht die klassische Versandverpackungsindustrie meine, sondern diejenige, die Attrappen, Bonbonnieren oder kuriose Geschenkverpackungen herstellte). Jede der drei genannten Industrien hatten anf&#xE4;nglich lokale Produktionsschwerpunkte. Die Papierdekorationsindustrie war urspr&#xFC;nglich beheimatet in Dresden, die Karnevalsartikelindustrie im Th&#xFC;ringer Wald[v] und die Kartonagenindustrie unter anderem in Berlin, Lahr, Leipzig und im s&#xE4;chsischen Buchholz.[vi] Sucht man nun nach dem Ursprung der Dresdner Pappe, so muss man einen Blick auf die Dresdner Papierdekorationsindustrie werfen. Dresden, als deren anf&#xE4;ngliches Zentrum, war die Stadt, in der alles M&#xF6;gliche hergestellt wurde, was man zur Unterhaltung von privaten wie &#xF6;ffentlichen Feierlichkeiten, Tanzb&#xE4;llen oder sonstigen Veranstaltungen brauchte. Von Saal- und Tischdekorationen &#xFC;ber Attrappen und Knallbonbons bis hin zu den zahlreichen Gegenst&#xE4;nden f&#xFC;r die beliebten Cotillon-Touren wurde hier alles hergestellt. Die Produzenten w&#xFC;rde man heutzutage vermutlich als &#x201A;Partyausstatter&#x2018; bezeichnen. Die meisten Objekte, die als Festartikel Verwendung fanden, mussten preisg&#xFC;nstig sein, da sie meist nur einmal ben&#xFC;tzt wurden. Der Gro&#xDF;teil wurde daher aus Papier, Karton oder Pappe gefertigt. Um ihre Produktpalette immer mehr zu erweitern, kreierten die Hersteller im Laufe der Zeit spezielle Objekte f&#xFC;r Ostern und Weihnachten. Allerdings war die Produktion solcher St&#xFC;cke &#x2013; auf die Jahresproduktion gesehen &#x2013; nur ein kleines saisonales Nebengesch&#xE4;ft. So entstand in Dresden erstmals dieser besondere Christbaumschmuck aus Pappe, der von deutschsprachigen Sammlern heute mit dem Oberbegriff &#x201A;Dresdner Pappe&#x2018; oder im englischsprachigen Raum mit &#x201A;Dresdens&#x2018; oder &#x201A;Dresden ornaments&#x2018; bezeichnet wird. Attrappen aus Frankreich Um noch n&#xE4;her auf die Entstehungsgeschichte der Dresdner Pappe einzugehen, m&#xFC;ssen wir zun&#xE4;chst einen Blick auf die Attrappen- und Fantasie-Kartonagen werfen, die im fr&#xFC;hen 19. Jahrhundert in der Gesellschaft sehr beliebt waren. Die Form dieser fantasievollen Verpackungen war keine deutsche Erfindung, sondern die f&#xFC;hrenden Hersteller waren seit Mitte des 18. Jahrhunderts in Frankreich und hier in erster Linie in Paris ans&#xE4;ssig. Bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde es in der gehobenen deutschen Gesellschaft, wie bereits zuvor in Frankreich, Mode, Attrappen und elegante Fantasie-Kartonagen aus franz&#xF6;sischer Produktion als spezielle Geschenkverpackung an die Familie, Freunde oder Bekannte zu verschenken. In einer Werbung eines auf solche Produkte spezialisierten Leipziger H&#xE4;ndlers hei&#xDF;t es im Jahr 1818, dass er &#x201E;Attrapen [sic!] und andere f&#xFC;r Weihnachten passende Gegenst&#xE4;nde&#x201C; im Angebot habe.[vii] Solche Attrappen und Kartonagen konnten, je nach Wunsch der K&#xE4;ufer, mit Parf&#xFC;m, Seifen, Konfekt oder feinsten Konditorwaren gef&#xFC;llt werden.[viii] Sie fragen sich jetzt vielleicht, was Attrappen und Fantasie-Kartonagen mit Dresdner Pappe zu tun haben? Die Antwort ist einfach: Vieles, was wir heute als Dresdner Pappe bezeichnen, ist in Wahrheit urspr&#xFC;nglich als Attrappe oder Fantasie-Kartonage verkauft worden. Ein Zitat aus einer Zeitung aus dem Jahr 1864 verdeutlicht dies: &#x201E;Alle diesen sch&#xF6;nen Blumen-Bl&#xFC;then, Fig&#xFC;rchen, H&#xE4;uschen, Tempelchen, Schmuckk&#xE4;stchen, Geldb&#xF6;rsen u.s.w. u.s.w. die denkfeinsten franz&#xF6;sischen Cartonagen, da&#xDF; einem rein das Herz lacht und der Mund w&#xE4;ssert bei dem Gedanken, [da&#xDF;] alle diese sch&#xF6;nen Sachen die das Auge so blenden [auch noch] obendrein durch und durch voll S&#xFC;ssigkeiten&#x201C;[ix] sind. Der Autor der Zeilen riet seinen Lesern noch, dass man mit diesen sch&#xF6;nen Attrappen und Fantasie-Kartonagen einen Christbaum &#x201E;ganz herrlich und stattlich dekorieren&#x201C; k&#xF6;nne. Hier hat man einen fr&#xFC;hen Beleg, dass solche Art von Kartonagen als Christbaumverzierung Verwendung fand. Erst in der zweiten</description><thumbnail_url>https://dresdner-pappe.de/wp-content/uploads/2022/10/0-Bild-768x904.png</thumbnail_url></oembed>
