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<oembed><version>1.0</version><provider_name/><provider_url>https://dresdner-pappe.de/en</provider_url><author_name>Volker_Lechler</author_name><author_url>https://dresdner-pappe.de/en/author/volker_lechler</author_url><title>Dresdner Pappe - Herstellung -</title><type>rich</type><width>600</width><height>338</height><html>&lt;blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="1Eg8jCoILb"&gt;&lt;a href="https://dresdner-pappe.de/en/dresdner-pappe-herstellung"&gt;Dresdner Pappe &#x2013; Herstellung&lt;/a&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;iframe sandbox="allow-scripts" security="restricted" src="https://dresdner-pappe.de/en/dresdner-pappe-herstellung/embed#?secret=1Eg8jCoILb" width="600" height="338" title="&#x201C;Dresdner Pappe &#x2013; Herstellung&#x201D; &#x2014; " data-secret="1Eg8jCoILb" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no" class="wp-embedded-content"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;script&gt;
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&lt;/script&gt;</html><description>Dresdner Pappe &#x2013; Herstellung Produziert wurden die Dresdner Pappe und die anderen Christbaum-Verzierungen aus Karton und Pappe vornehmlich von Produzenten der Luxuskartonagen- und Cotillon-Industrie. Im Deutschen Reich waren haupts&#xE4;chlich die St&#xE4;dte Dresden, Leipzig und Berlin diesbez&#xFC;gliche Produktionszentren. Die Firmen siedelten sich bewusst in St&#xE4;dten und nicht auf dem Land an. Daf&#xFC;r gab es zwei wichtige Gr&#xFC;nde: Erstens der Produktionsstandort lag beim Konsumort[i]. Vornehmlich in St&#xE4;dten wurden viele B&#xE4;lle, Karnevals- und sonstige Feierlichkeiten veranstaltet. Zweitens war die bessere Verkehrsanbindung durch die Eisenbahn entscheidend, die f&#xFC;r den innerdeutschen Vertrieb bis hin zum weltweiten Export eine wichtige Rolle spielte. Die Firmen produzierten aus Papier, Karton und Pappe eine Vielzahl von Attrappen, Bonbonnieren, Christbaumdekorationen, Cotillon-Orden, Dosen, F&#xE4;chern, Fantasiekost&#xFC;men, Gegenst&#xE4;nden f&#xFC;r Cotillon-Touren, Karnevalsartikeln, Knallbonbons, Lampions, Masken, Spielzeugen oder Requisiten f&#xFC;r Theater-Auff&#xFC;hrungen und Festz&#xFC;ge. Die Hersteller kombinierten mitunter ihre Erzeugnisse noch geschickt mit anderen Stoffen, wie Gewebe, Metall, Glas, Naturfasern, Farben und Lacke, je nachdem, was der jeweilige Geschmack der Zeit gerade verlangte. Material Wenden wir uns zun&#xE4;chst einmal der Bezeichnung Dresdner Pappe zu. Ist der Begriff richtig oder m&#xFC;sste es nicht eigentlich genauer &#x201A;Dresdner Karton&#x2018; hei&#xDF;en? Der Unterschied zwischen Karton und Pappe liegt im Gewicht pro m&#xB2;, aber die Grenzen hierbei sind durchaus flie&#xDF;end. Alles unter 150 g/m&#xB2; wird als Papier bezeichnet. Bei einem Gewicht ab 150 g/m&#xB2; bis zu 500 g/m&#xB2; spricht man von Karton. In dem Gewichtsbereich zwischen 500 und 600 g/m&#xB2; kann man von Karton wie auch von Pappe sprechen. Alles ab 600 g/m&#xB2; wird ausschlie&#xDF;lich als Pappe bezeichnet. Das Gewicht des Ausgangsmaterials f&#xFC;r die Dresdner Pappe St&#xFC;cke d&#xFC;rfte im Bereich zwischen 150 und 600 g/m&#xB2; liegen. Das bedeutet, dass man, weil man das genaue Ursprungsgewicht des Herstellungsmaterials nicht kennt, bei den Dresdner Pappe St&#xFC;cken sowohl von Karton als auch von Pappe sprechen kann. Da sich die Bezeichnung Dresdner Pappe eingeb&#xFC;rgert hat, wollen wir dabei bleiben. Die zwei Dresdner Pappe Objekte, welche in K&#xF6;ln untersucht wurden. Die Materialst&#xE4;rke der St&#xFC;cke liegt im Durchschnitt zwischen 0,30 und 0,95&#xA0;Millimeter. Eine von mir in Auftrag gegebene Untersuchung zweier Dresdner Pappe Objekte durch Frau Kerstin Johanna Merz vom Institut f&#xFC;r Restaurierungs- und Konservierungswissenschaften der Fakult&#xE4;t f&#xFC;r Kulturwissenschaften der Technischen Hochschule K&#xF6;ln ergab, dass die damals verwendete Pappe beziehungsweise der Karton aus einem Fasergemisch, in dem Holzschliff, Halbzellstoff- und Zellstofffasern enthalten sind, bestand. Durch die weitere Untersuchung konnte festgestellt werden, dass die Pappe durch das Zusammenpressen verschiedener feuchter Papierbahnen (ohne zus&#xE4;tzliche Verleimung) hergestellt wurde. Das Zusammenpressen der feuchten Papierbahnen ohne Verwendung von Leim f&#xFC;hrte dazu, dass sich die verschiedenen Schichten der Papierbahnen weniger stark miteinander verbanden. Unter dem Mikroskop wird dies deutlich. Bei den untersuchten Dresdner Pappe St&#xFC;cken zeigte sich, dass sich das Material im Laufe der Zeit in geringem Ma&#xDF;e auff&#xE4;chern kann. Pr&#xE4;geverfahren Die Herstellung der dreidimensionalen Objekte erfolgte im Pr&#xE4;geverfahren. Hierf&#xFC;r brauchte man einen zweiteiligen Pr&#xE4;gestempel. Wollte man einen Stempel herstellen, ben&#xF6;tigte man zun&#xE4;chst eine glattgeschliffene Metallplatte. In diese wurde zun&#xE4;chst das gew&#xFC;nschte Motiv oder die Form negativ und seitenverkehrt eingraviert. Die Gravur war filigranste Handarbeit und wurde nur von einer kleinen Gruppe von Spezialisten beherrscht. Dieser so gefertigte erste Teil des Pr&#xE4;gestempels nennt man Matrize. Der zweite Teil, die Gegendruckform, in der das gew&#xFC;nschte Motiv oder die Form seitenrichtig eingraviert war, wurde Patrize genannt. Die aus Metall produzierten Stempel eigneten sich f&#xFC;r qualitativ hohe Anspr&#xFC;che und waren sehr haltbar. F&#xFC;r ein Objekt, dass Vorder- und R&#xFC;ckseite hat, brauchte man also vier Pr&#xE4;gestempel. Beispiel eines gr&#xF6;&#xDF;eren Pr&#xE4;gestempels (L&#xE4;nge 25 cm) f&#xFC;r eine Lyra. Beispiel eines gr&#xF6;&#xDF;eren Pr&#xE4;gestempels (L&#xE4;nge 25 cm) f&#xFC;r eine Lyra. Das Pr&#xE4;gen selbst geschah, indem man zwischen die beiden Teile des erw&#xE4;rmten Pr&#xE4;gestempels angefeuchtete Papierbahnen oder Karton legte. Die Feuchtigkeit und die W&#xE4;rme waren wichtige Gesichtspunkte beim Herstellungsprozess. Wir m&#xFC;ssen uns vergegenw&#xE4;rtigen, dass beim Pr&#xE4;gedruck das verwendete Material gedehnt wird, was eine Verschiebung der Faserlage im Papier bedeutet. Durch die Befeuchtung konnte sich das Papier beim Druck gut an die Matrize schmiegen und somit den beim Herstellungsprozess auftretenden Kr&#xE4;ften standhalten. War das Material dann wieder getrocknet, zeigte sich ein scharfer und best&#xE4;ndiger Pr&#xE4;gedruck. Die, wie im Falle der Dresdner Pappe, so gepr&#xE4;gten Halbschalen von Gegenst&#xE4;nden oder Tieren aus Karton wurden bei dem Herstellungsschritt durch den Stanzrahmen zudem &#x201A;ausgeschlagen&#x2018; oder beschnitten. Pr&#xE4;gedrucke mit trockenem Material erwiesen sich als nicht vorteilhaft. Zum einem musste ein h&#xF6;herer Druck aufgewendet werden, um eine Pr&#xE4;gung zu erzielen, zum anderen bestand die Gefahr, dass das verwendete Material rei&#xDF;t. Hinzu kam noch, dass die anf&#xE4;nglich vorhandenen scharfen Reliefornamente nach kurzer Zeit wieder begannen, an Sch&#xE4;rfe zu verlieren oder zu verflachen. Oberfl&#xE4;chen Die Oberfl&#xE4;che der Dresdner Pappe St&#xFC;cke ist farbig oder silber- beziehungsweise goldkaschiert. Bis heute ist man sich in Sammlerkreisen nicht ganz sicher, wie dieser Metallglanz auf den Karton kam. Ich m&#xF6;chte in diesem Zusammenhang auf den Aufsatz von Frau Christina Nehrkorn-Stege: Vom Schmuck der Engel. Technologische Untersuchungen im Museum f&#xFC;r S&#xE4;chsische Volkskunst (2017)[ii] hinweisen. Sie lie&#xDF; eine labortechnische Analyse von gepr&#xE4;gten Schmuckborten aus Karton, die manchmal von Sammlern auch als Dresdner Pappe bezeichnet werden, vornehmen. Sie kam bei der Analyse zu dem Schluss, dass die Metallauflage bei den Formen auf dreierlei Arten m&#xF6;glich war. Erstens mit einer hauchd&#xFC;nnen Blattmetallauflage, zweitens mittels Bronzepulver und drittens durch das Auftragen galvanisch produzierter Metallschichten. Wenden wir uns zuerst den M&#xF6;glichkeiten eins und zwei zu. Beliebt war im 19. Jahrhundert das Bronzepulver (bestehend aus Kupfer und Zink) als Blattmetallersatz. Das Bronzepulver wurde fast ausschlie&#xDF;lich mithilfe fl&#xFC;ssiger oder pulverf&#xF6;rmiger Grundiermittel aufgetragen und mit dem Hei&#xDF;druck-Verfahren verarbeitet. Wurde zun&#xE4;chst Bronze verwendet, so ging man im Laufe der Zeit auf Blattgold &#xFC;ber. Grund hierf&#xFC;r war unter anderem, dass der Bronzedruck fast immer einen tr&#xFC;beren, wenig gl&#xE4;nzenden Metallton zeigte, wohingegen das Blattgold mit vollem, reinen Metallglanz wirkte. Der Begriff &#x201A;Blattgold&#x2018; ist etwas irritierend. Mit Blattgold wurden damals s&#xE4;mtliche zum Druck oder Pr&#xE4;gen verwendeten goldfarbigen Blattmetalle bezeichnet. V&#xF6;llig reines Gold wurde nie verwendet, sondern es waren immer unechte Legierungen. Das &#x201A;Gold&#x2018; enthielt stets andere Metalle, h&#xE4;ufig Kupfer, Zink und Silber. Je nach Verh&#xE4;ltnis der Beimischung konnte der Farbton angepasst werden. Bei den h&#xE4;ufiger vorkommenden silberkaschierten Dresdner Pappe St&#xFC;cken wurde ebenfalls nie echtes Blattsilber ben&#xFC;tzt, da es zu</description><thumbnail_url>https://dresdner-pappe.de/wp-content/uploads/2022/10/1-Bild_DSF9137-1024x519.jpg</thumbnail_url></oembed>
