{"version":"1.0","provider_name":"","provider_url":"https:\/\/dresdner-pappe.de\/en","author_name":"Volker_Lechler","author_url":"https:\/\/dresdner-pappe.de\/en\/author\/volker_lechler","title":"Nikolaus, Christkind oder Weihnachtsmann -","type":"rich","width":600,"height":338,"html":"<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"6xfwedCNsu\"><a href=\"https:\/\/dresdner-pappe.de\/en\/nikolaus-christkind-oder-weihnachtsmann\">St Nicholas, Christ Child or Father Christmas<\/a><\/blockquote><iframe sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" src=\"https:\/\/dresdner-pappe.de\/en\/nikolaus-christkind-oder-weihnachtsmann\/embed#?secret=6xfwedCNsu\" width=\"600\" height=\"338\" title=\"&#8220;Nikolaus, Christkind oder Weihnachtsmann&#8221; &#8212; \" data-secret=\"6xfwedCNsu\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\" class=\"wp-embedded-content\"><\/iframe><script>\n\/*! This file is auto-generated *\/\n!function(d,l){\"use strict\";l.querySelector&&d.addEventListener&&\"undefined\"!=typeof URL&&(d.wp=d.wp||{},d.wp.receiveEmbedMessage||(d.wp.receiveEmbedMessage=function(e){var t=e.data;if((t||t.secret||t.message||t.value)&&!\/[^a-zA-Z0-9]\/.test(t.secret)){for(var s,r,n,a=l.querySelectorAll('iframe[data-secret=\"'+t.secret+'\"]'),o=l.querySelectorAll('blockquote[data-secret=\"'+t.secret+'\"]'),c=new RegExp(\"^https?:$\",\"i\"),i=0;i<o.length;i++)o[i].style.display=\"none\";for(i=0;i<a.length;i++)s=a[i],e.source===s.contentWindow&&(s.removeAttribute(\"style\"),\"height\"===t.message?(1e3<(r=parseInt(t.value,10))?r=1e3:~~r<200&&(r=200),s.height=r):\"link\"===t.message&&(r=new URL(s.getAttribute(\"src\")),n=new URL(t.value),c.test(n.protocol))&&n.host===r.host&&l.activeElement===s&&(d.top.location.href=t.value))}},d.addEventListener(\"message\",d.wp.receiveEmbedMessage,!1),l.addEventListener(\"DOMContentLoaded\",function(){for(var e,t,s=l.querySelectorAll(\"iframe.wp-embedded-content\"),r=0;r<s.length;r++)(t=(e=s[r]).getAttribute(\"data-secret\"))||(t=Math.random().toString(36).substring(2,12),e.src+=\"#?secret=\"+t,e.setAttribute(\"data-secret\",t)),e.contentWindow.postMessage({message:\"ready\",secret:t},\"*\")},!1)))}(window,document);\n\/\/# sourceURL=https:\/\/dresdner-pappe.de\/wp-includes\/js\/wp-embed.min.js\n<\/script>","description":"Nikolaus, Christkind oder Weihnachtsmann Es gibt heutzutage immer wieder etwas Verwirrung bei Kindern und Erwachsenen, wer denn nun von den dreien eigentlich die Geschenke bringt? Die Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten, da regionale, wie konfessionelle Unterschiede sowie ge\u00e4ndertes Brauchtum eine Rolle dabei spielen. Fangen wir also mit der Figur an, die seit der Antike mit Geschenken in Verbindung gebracht wird. Die Rede ist von dem Heiligen Nikolaus, der in Myra gelebt haben soll. \u00a0Nikolaus soll, so die \u00dcberlieferung, zwischen 270 und 286 n. Chr. in Patara geboren worden sein. Des Weiteren soll er mit 19 Jahren zum Priester geweiht und als Abt im Kloster Sion in der N\u00e4he der antiken Stadt Myra eingesetzt worden sein. Myra war damals Teil des R\u00f6mischen Reiches. Die Stadt hei\u00dft heutzutage Demre und liegt in der N\u00e4he der t\u00fcrkischen Gro\u00dfstadt Antalya. Nikolaus starb am 6. Dezember, irgendwann zwischen den Jahren 326 und 365 n. Chr. Er ist einer der bekanntesten Heiligen der katholischen Kirche und wird besonders in der armenischen, russisch-orthodoxen, wie byzantinisch-griechischen Kirche als popul\u00e4rster Heiliger neben Maria verehrt. Allerdings ist kaum etwas Historisches von ihm \u00fcberliefert, wohingegen die Legenden, die sich um ihn ranken, \u00e4u\u00dferst zahlreich sind. Manch Gelehrter glaubt, dass bei den vermeintlich historischen \u00dcberlieferungen vom Heiligen Nikolaus eigentlich die Lebensl\u00e4ufe von zwei kirchlichen F\u00fchrern miteinander vermengt wurden (von Bischof Nikolaus von Myra und von seinem Namensvetter Sankt Nikolaus Archimandrid aus dem Kloster Sion bei Myra, der im 6.\u00a0Jahrhundert gelebt haben soll). Andere zweifeln die historische Existenz von Nikolaus komplett an und verweisen darauf, dass alles, was ihn betrifft, in das Reich der Legende geh\u00f6rt. F\u00fcr uns ist das nicht zu kl\u00e4ren, deshalb gehen wir einfach mal von der Legende aus, die in Bezug auf Weihnachten eine Rolle spielt. Danach half Nikolaus von Myra den Armen, weshalb er von ihnen als g\u00fctiger Bischof verehrt wurde. Sein Todesdatum, der 6. Dezember, wurde als Anlass genommen, seiner guten Taten zu gedenken. Wie entstand daraus der Nikolaustag, wie wir ihn heute kennen? Bereits im 6. Jahrhundert wurde Nikolaus von der orthodoxen Kirche verehrt. Im Mittelalter kam dann der Brauch auf, Kinder und Arme am 6. Dezember zu beschenken. Doch was haben Stiefel und Socken, in die Nikolaus heutzutage seine Geschenke legt, damit zu tun? Beides geht ebenfalls auf eine Legende zur\u00fcck. Danach soll Nikolaus erfahren haben, dass ein armer Mann seine drei T\u00f6chter nicht mehr versorgen konnte und die Gefahr bestand, dass sie, um \u00fcberleben zu k\u00f6nnen, Prostituierte werden sollten. Um sie vor der Prostitution zu bewahren, legte Nikolaus an drei N\u00e4chten den drei T\u00f6chtern Goldklumpen in ihre Schuhe. Nach einer andern Version der Legende soll Nikolaus die Goldklumpen durch den Kamin geworfen haben. Dabei seien sie in den Socken der M\u00e4dchen gelandet, die dort zum Trocknen aufgeh\u00e4ngt waren. Damit erkl\u00e4ren sich auch die Traditionen, warum in Deutschland am 6. Dezember Stiefel vor die T\u00fcr gestellt und in Amerika am 24. Dezember Str\u00fcmpfe aufgeh\u00e4ngt werden. Die Verehrung des Heiligen Nikolaus blieb jahrhundertelang unangetastet, bis der Reformator Martin Luther dagegen vorging. F\u00fcr ihn war die Verehrung von Heiligen unvereinbar mit seinem Glauben. Es sollte keinen Personenkult um irgendwelche Heiligen geben, sondern nur der Glaube an Jesus allein hatte G\u00fcltigkeit. Als Folge daraus wurde im Protestantismus um 1535 die Bescherung am Nikolausabend gestrichen. Das Beschenken der Kinder wollte Luther aber nicht aufgeben. Seiner Vorstellung nach sollte es nun statt am 6. am 24. Dezember, dem Tag von Jesu Geburt, Geschenke geben. Da der Heilige Nikolaus als \u00dcberbringer der Gaben ausfiel, wurde die mystische Figur der \u201aHeilige Christ\u2018 beziehungsweise das \u201aChristkind\u2018 als Gabenbringer kreiert. Das Aussehen des Christkinds war dabei nicht klar definiert. Mal war es das Kind in der Wiege, mal ein engelhaftes M\u00e4dchen oder ein anderes Mal ein Engel. Im Laufe der Zeit verlor sich das Wissen um die urspr\u00fcngliche protestantische Herkunft des Christkindes und so setzte sich langsam Anfang des 20. Jahrhunderts das Christkind auch in katholischen Gebieten durch. Das verloren gegangene Wissen f\u00fchrte auch dazu, dass es in der Vorstellung der Menschen kein Widerspruch war, wenn das Christkind vom Heiligen Nikolaus oder vom Weihnachtsmann begleitet wurde, wenn es Geschenke brachte. Nikolaus und das Christkind begleitet von Knecht Ruprecht Das Christkind als Wegbegleiter vom Weihnachtsmann Der Weihnachtsmann, die Figur entstand wohl Ende des 18. Jahrhunderts, ist historisch gesehen der J\u00fcngste in der Reihe der Gabenbringer. Er ist, wenn er als Begleiter mitkam, mal strafend, mal freundlich unterwegs. Seine strafende Funktion hatte er, wenn er mit Nikolaus oder dem Christkind auftrat, da den beiden Hauptfiguren stets der liebevolle Part bei der Gabenverteilung zugedacht war. Nikolaus und Weihnachtsmann ausgestattet mit einer Rute gemeinsam beim Geschenke verteilen Weihnachtsmann mit Rute begleitet vom Christkind Strafen des Weihnachtsmannes waren unter anderem der Gebrauch der Rute oder er steckte b\u00f6se Kinder in den Sack und nahm sie mit. Diese Vorstellung schlug sich auch in den in Sonneberg gefertigten Attrappen-Darstellungen des Weihnachtsmannes nieder. Weihnachtsmannfigur aus Sonneberg mit einem Kind im Rucksack Der Weihnachtsmann trat im Brauchtum allerdings auch als Einzelg\u00e4nger in Erscheinung. Der Weihnachtsmann allein unterwegs mit der Rute Er hatte dann die Doppelfunktion als freundlicher oder strafender Gaben\u00fcberbringer. Mitunter wurde er von einer anderen mystischen Figur \u2013 Knecht Ruprecht \u2013, der sonst mit dem Nikolaus unterwegs war, begleitet. In diesem Falle war der Weihnachtsmann der Freundliche und Knecht Ruprecht war f\u00fcr die Strafen zust\u00e4ndig. In der fr\u00fchen bildlichen Darstellung ist die Grenze zwischen Weihnachtsmann und Knecht Ruprecht, beziehungsweise Belsnickel (oder Belznickel) mitunter unm\u00f6glich zu ziehen. Zu \u00e4hnlich war ihre Bekleidung und beide Figuren wurden streng blickend dargestellt. Erst als der Weihnachtsmann in den Illustrationen sein heute g\u00e4ngiges Aussehen (gro\u00dfer wei\u00dfer Bart und rote Kleidung) und seine fr\u00f6hliche Ausstrahlung bekam, wurde eine Unterscheidung der beiden Gestalten leichter m\u00f6glich. Man sieht an der kurzen Erkl\u00e4rung, dass es im Brauchtum nicht immer klar ist, wenn es darum geht, wer mit wem die Geschenke bringt und wer welche Rolle dabei zu spielen hat. Es kommt dabei immer auf religi\u00f6se und\/oder regionale Traditionen an. Diesbez\u00fcglich strikte Regeln gab und gibt es nicht, was mitunter zu einigen Verwirrungen f\u00fchren kann.","thumbnail_url":"http:\/\/dresdner-pappe.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/1-Bild-IMG_0001-2-682x1024.jpg"}